Warum ich meine Bücher über das böse Amazon KDP veröffentliche

 

Die Frage, warum ich meine Bücher als Self-Publisher über Amazon KDP* veröffentliche und nicht über einen normalen Verlag wird mir immer wieder gestellt. Deshalb hier ein paar Gedanken aus Autorensicht dazu:

 

Die Suche nach einem Verlag

 

Jeder, der schon einmal einen Verlag für ein Buch gesucht* hat weiß, dass dies ein langwieriges, zähes und häufig frustrierendes Unterfangen ist. Man verschickt etliche Zusammenfassungen, Auszüge, Manuskripte und erhält häufig gar keine Antwort, oder aber Absagen.
Interessiert sich ein Verlag dann näher, ziehen sich die Verhandlungen mitunter nochmal so zäh hin und die Angebote, die man bekommt, sind in der Regel nicht besonders verlockend.

 

Eigenbeteiligung bei Verlagen und niedrige Tantiemen

 

Häufig bieten Verlage zwar an zu veröffentlichen, verlangen aber eine Eigenbeteiligung, häufig in Form der Verpflichtung, einen gewissen Teil der Auflage selbst zu kaufen.

Das bedeutet, man hat erst einmal eine Stange Geld investiert und muss sich im Endeffekt erst selbst wieder um Marketing und Verkauf* seiner Bücher kümmern, während der Verlag damit sein Risiko minimiert hat, oder – je nach Angebot – sogar noch einen Gewinn einfährt, auch wenn er selber kein einziges Buch verkauft hat.

Aber auch wenn der Verlag ohne Selbstbeteiligung des Autors veröffentlicht, gestalten sich die Tantiemen eher mager. Bei Taschenbüchern liegt das in der Regel so im Bereich zwischen 5 und 10 % vom Nettoverkaufspreis.Das wäre okay, wenn man durch die Veröffentlichung eines Verlages große Umsatzzahlen erreichen würde. Das führt aber zum nächsten Punkt:

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Kaum Marketing durch den Verlag selbst

 

Als unbekannter Autor kann man davon ausgehen, dass man bei Veröffentlichung über einen Verlag zwar in (einigen) Buchhandlungen aufliegt. Natürlich ist man auch im Barsortiment gelistet und die Bücher können vom Kunden bestellt werden.

Ihr Werbebudget behalten sich Verlage in aller Regel aber natürlich für Bücher von Autoren vor, deren Werke sich bereits in der Vergangenheit erfolgreich verkauft haben. Oder für einige wenige Bücher unbekannter Autoren, die entsprechend massentauglich erscheinen und sich mit ziemlicher Sicherheit gut verkaufen werden.

Aus wirtschaftlicher Sicht ist das natürlich nachvollziehbar. Es bedeutet aber natürlich, dass der Autor wiederum selbst Werbung für sein Buch* machen muss. Erst ab einem gewissen Absatz und einer gewissen Bekanntheit kann er davon ausgehen, dass der Verlag dann auch für Werbung in seine Bücher investiert.

 

Finanzielles Risiko und wenig Aussicht auf Erfolg

 

Mit Autoren ist es so wie bei Musikern, Malern und anderen Künstlern. Einige wenige werden berühmt und schwimmen dann im Geld. Eine Handvoll kann davon leben und der Rest mach es als Hobby.

Wie jeder weiß, kostet Werbung Geld. Wer also seine Bücher selber vermarkten muss und sich vielleicht sogar noch auf den Deal mit der Eigenbeteiligung eingelassen hat, geht ein finanzielles Risiko ein, ohne jede Garantie dafür, zumindest die Kosten wieder hereinzubekommen.

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Selfpublishing und Vertrieb über Amazon als risikoarme Möglichkeit zur Veröffentlichung

 

Wer sein Buch über Amazon KDP oder auch über andere, vergleichbare Self-Publisher Programme vertreibt, hat ein wesentlich geringeres Risiko. Die Veröffentlichung kostet gar nichts, die Bücher werden “on demand”, also auf Nachfrage gedruckt.

Als Kostenaufwand hat man: Professionelle Covergestaltung, sofern man einen Grafiker damit beauftragt, sowie die Kosten für Korrektorat/Lektorat, sofern man eines in Anspruch nimmt.

Die Tantiemen bei KDP betragen bei Taschenbüchern aktuell 60 % vom Nettoverkaufspreis, abzüglich Druckkosten. Bei E-Books erhält man – sofern man sich mit den E-Books für jeweils 3 Monate an Amazon als Alleinanbieter bindet – 70 % vom Nettoverkaufspreis, abzüglich Bereitstellungskosten. (Bei E-Books ohne Bildern, also kleinen Dateien ein paar Cent)

Natürlich muss man nun auch hier Werbung machen und für diese auch Geld investieren. ABER – und das ist nun mal der wirtschaftliche Knackpunkt – selber werben muss ich ja bei Veröffentlichung über einen Verlag wie oben beschrieben ebenfalls. Bekomme aber aufgrund der höheren Tantiemen bei Veröffentlichung über KDP und Konsorten mein Geld auch wesentlich leichter wieder herein.

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Keine Bindung an den Verlag, Freiheit.

 

Dies ist ein weiterer Punkt. Bei Veröffentlichung über KDP Amazon bin ich mein eigener Herr. Ich kann jederzeit und ohne viel Aufwand beispielsweise ein neu gestaltetes Cover verwenden. Oder eine erweiterte Auflage auf den Markt bringen. Ich kann auch – sofern ich nur über Amazon vertreibe – ohne Aufwand Preisaktionen starten, bzw. den Preis verändern, so wie es mir wirtschaftlich am sinnvollsten erscheint.

Des Weiteren kann ich bei Amazon beliebig viele Autorenexemplare zum Druckkosten Preis bestellen und die Geschäftsbedingungen von Amazon gestatten es mir, diese Bücher auch weiterzuverkaufen und beispielsweise selbst Buchhändler damit zu beliefern.

 

Aber das böse Amazon macht damit ja die Verlage und den Buchhandel kaputt!

Das ist der Einwand, den ich dann häufig zu hören bekomme. Da muss man aber zuerst relativieren. Die Verlage selbst haben mit Amazon nämlich meist weniger Probleme. Viele nutzen ja selbst Amazon als Vertriebsmöglichkeit. Und einige bieten mittlerweile ebenfalls Self-Publisher Programme nach demselben Prinzip an.

Wer wirklich leidet, ist der stationäre Buchhandel.  

Nur: Den wird der “brotlose Schriftsteller” nicht retten, indem er sich zusätzlich zu oben genannten Schwierigkeiten auch noch auferlegt, einen Verlag zu finden, der ausschließlich über den stationären Buchhandel vertreibt.
Hand aufs Herz: Welchen Weg würdest Du wählen, wenn Du gerne schreibst und vorhast, mit Deinem Hobby irgendwann zumindest einen Teil Deines Lebensunterhaltes zu bestreiten?

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Was der Buchhandel tun kann

Nicht nur der Buchhandel leidet unter den großen Online-Versandhändlern, sondern natürlich sämtliche Fachhändler. Möglicherweise wird auch der Lebensmittelhandel zunehmend unter Druck geraten.
Aber: Die Supermärkte haben die Greißler verdrängt, die großen Elektronikmärkte in weiten Teilen den Elektrofachhändler, die Möbelhäuser setzen den Möbeltischler unter Druck und so weiter.
Mir raunzen und sudern haben sich diese Entwicklungen jedoch nicht aufhalten lassen. Und auch in Zukunft wird keine Kampagne ala „Fahr nicht fort, kauf im Ort“ es schaffen, dass plötzlich wieder alle reumütig gesenkten Hauptes zum örtlichen Buchhändler pilgern, anstatt auf Amazon&Co zu bestellen.

Die Fachhändler die überleben bieten das, was der Internethandel nicht kann: Zwischenmenschlichen Kontakt, ein persönliches, fast schon familiäres Einkaufserlebnis und wirklich allerbeste Fachberatung.
Und gerade der stationäre Buchhandel könnte mit Events punkten: Lesungen, Poetry Slams*, Ausschreiben lokaler Wettbewerbe. Solche Dinge. Und er wird sich darauf einstellen müssen, mit diesen Dingen vor allem auch in den sozialen Medien im Internet* präsent zu sein. Nur dann erreicht er nämlich auch die jüngere Generation. Für die Buchhandlungen und gedruckte Bücher zunehmend zu einer äußerst mysteriösen Sache werden, die es früher angeblich einmal gegeben hat… .

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